Corona-Müllsammel-Challenge beendet

Liebe Haanerinnen und Haaner, liebe Naturschützer, Umweltaktive und Müllsammelnde:
Es ist geschafft! Pünktlich zum 30. April waren es 102 Säcke Müll, die wir gesammelt haben, und bis heute sind es 108. Ein dickes Dankeschön dafür, für euren Einsatz, fürs Mitmachen! 27 Menschen waren „offiziell“ an der Challenge beteiligt – und somit hat jeder von uns – statistisch gesehen – 4 Säcke Müll gesammelt.

Wenn ich so durch unsere Straßen gehe, freue ich mich, Haan so sauber zu sehen. Und dennoch – damit das so bleibt, wünsche ich mir: Macht bitte weiter. Wenn jetzt die Corona-bedingten Einschränkungen gelockert und aufgehoben werden, wird es auch wieder mehr Müll geben auf unseren Straßen und Wegen.

Wenn ihr also Lust auf „mehr“ habt, geht auch nach Corona als Dreckwegsammler*in on tour. Alleine oder mit Familie, mit und ohne Hund … und schickt mir bitte weiterhin Fotos und Infos über gesammelten Müll. Oder Geschichten und Gedanken zum Thema Müllsammeln / Umweltschutz. Wie geht es euch beim Müllsammeln? Habt ihr Frust über den ganzen Unrat? Oder freut ihr euch über die Sauberkeit nach getaner Arbeit? Habt ihr Schönes, Ungewöhnliches oder Ärgerliches beim Müllsammeln erlebt? Oder etwas Einzigartiges, Bemerkenswertes gefunden? Schreibt mir an machmit@dreckweghaan.net – als Beitrag für die Website. Ein herzliches Danke dafür schon mal im Voraus.

Eure
Charlotte – Dreckweg-Sammlerin aus Überzeugung

Dreckweg-Abendspaziergang

Der Saisonstart der Dreck-weg-Abendspaziergänge am 29.04.20 wird wegen „Corona“ nicht in gewohnter Form stattfinden.

Um trotzdem die Sauberkeit unserer Umwelt zu verbessern, rufen wir dazu auf, am kommenden Mittwoch allein für eine Stunde loszuziehen. Wer mitmacht, mag bitte ein „Einsatz-Foto“ an machmit@dreckweghaan.net schicken. Damit wir das Ziel – 100 Müllsäcke zu sammeln – noch schaffen. Und noch ein Hinweis: Die gut verschlossenen Mülltüten dürfen dankenswerterweise an die öffentlichen Müllbehälter zum Abholen gestellt werden.

And the winner is …

McDonald hat gewonnen!

Eindeutiger Sieger des Müll-Sammel-Wettbewerbs in der Ittertalkurve Richtung Solingen ist McDonald. Deutlich mehr Einwegbecher und Pappschalen als die Konkurrenz.Offenbar reichen die Getränke von McDonald Haan-Ost genau bis zur Ittertalkurve!

Gerne mag ich auch den Menschen, der auf dem Hinweg sich jeden Tag von einem Killepitsch-Fläschchen trennen kann und auf dem Heimweg dann auf der anderen Seite die gleiche Menge an Jägermeister! Sei ihm gegönnt – besser wäre es allerdings, wenn er die Flaschen nicht unterwegs während der Fahrt trinkt, sondern kurz auf dem Parkplatz unten anhält und dann den Papierkorb nutzt!

Ob das Aufräumen hilft? Für den Moment ja – aber bald ist wieder alles voll – Danke Mitmenschen, dass Ihr uns Arbeit verschafft!

IsVeryGood, 8. April 2020


Der neue Trend …

Die Corona-Super-Kombi:
Kippen, benutzte Taschentücher und – ganz neu im Angebot – benutzte Einmal-Handschuhe aus Latex.

Danke, liebe Zeitgenossen (ich möchte ungern so unschöne Worte benutzen wie „Ignoranten“, „Vollpfosten“, „Flitzpiepen“ oder ähnliches) dafür, dass ihr euch zwar GAAANZ doll selbst schützt, aber euren Mitmenschen zumutet, eure kontaminierten Hinterlassenschaften aufzusammeln und korrekt zu entsorgen.

So wird das nix mit der Eindämmung der Corona-Pandemie.

Speziell für euch zum Nachlesen: Weder Zigarettenkippen, noch Einmal-Handschuhe lösen sich in Wohlgefallen auf. Sie müssen von Menschen (!) wieder von Straßen, Wegen, Plätzen aufgesammelt werden. Auch so manche Taschentücher, speziell die Feucht- oder Reinigungstücher, bestehen nicht zu 100% aus verrottbaren Materialien wie Zellulose, sondern aus Kunstfasern. Die gehören weder in die Umwelt – da nicht verrottbar – noch sollten sie durch die Toilettenspülung „entsorgt“ werden. Sie gehören – wie Zigarettenkippen und Einmal-Handschuhe – in den Hausmüll.

Und noch eine Info speziell für Raucher: Bereits ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser reicht aus, um die Hälfte der darin schwimmenden Fische zu töten. Und es dauert 10 bis 15 Jahre, bis ein Zigarettenfilter auf natürliche Weise verrottet ist. Die darin enthaltenen Substanzen – bis zu 7000 unterschiedliche Chemikalien – gelangen dabei in die Umwelt. Mindestens 50 davon sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO krebserregend. Also denkt daran, wenn ihr das nächste Mal genüsslich an eurem Glimmstengel zieht. Ihr schadet nicht nur eurer Gesundheit – aber das wisst ihr ja – ihr schadet mit jeder achtlos weggeschnippsten Kippe auch der Umwelt.


Corona-Müllsammel-Challenge gestartet

Wer macht mit beim Müllsammeln für einen guten Zweck? Für jeden gut gefüllten Sack Straßenmüll spende ich 1 Euro an die Bürgerstiftung Haan.

Liebe Haaner und Haanerinnen da draußen, liebe aktive Müllsammler, Umweltschützer, Naturliebhaber, liebe Mitmenschen,

macht mit bei der Corona-Müllsammel-Challenge in Haan. Schaffen wir es, während der Einschränkungen des öffentlichen Lebens 100 Säcke Müll (gerne auch mehr) in Haan auf unseren Straßen, Wegen und Plätzen zu sammeln? Meldet euch hier an und macht mit.

Der Betriebshof der Stadt Haan unterstützt uns auch weiterhin mit Müllsäcken. Wer Müllsäcke braucht, schreibt das bitte in die Mail bei der Anmeldung zur Challenge. Bitte beachtet beim Müllsammeln die „Spielregeln“ – bitte geht nur alleine, haltet Abstand zu anderen Passanten! Unbedingt Handschuhe tragen und nach dem Sammel-Einsatz gründlich die Hände waschen.

Der Betriebshof bittet auch darum, eher die Außenbereiche zu „beackern“. Hier besteht kaum Gefahr durch Ansteckung durch andere Passanten. Die Mülltüten können nach wie vor an den öffentlichen Mülleimern deponiert werden – bitte unbedingt verknoten und/oder zubinden.

Wer bei der Challenge mitmacht, meldet bitte Ort, Datum und Anzahl der Müllsäcke per Mail. Gerne auch mit Foto der Sammelaktion. Wer möchte, wird in der Müllsammel-Challenge-Liste mit Foto veröffentlicht. Weitere Infos gebe ich gerne per Mail.

Danke fürs Mitmachen – sagt auch die Natur.

Anmeldung zur Challenge: machmit@dreckweghaan.net

Die wichtigsten Infos zur Müllsammel-Challenge zum Download (PDF):

Corona-Müllsammel-Challenge

Wer macht mit?

Liebe Haaner und Haanerinnen da draußen,

die Corona-Krise hat uns fest im Griff – und das gesellschaftliche Leben wird immer mehr eingeschränkt. Schulen und Kitas bleiben geschlossen und zuhause sitzen manche Erwachsene im Home-Office. Wie gut, dass wir (noch) nach draußen gehen können… aber seit auch Spielplätze und Freizeiteinrichtungen geschlossen, kulturellen Veranstaltungen abgesagt sind, könnte es auf Dauer echt langweilig werden.

Deshalb rufe ich hiermit zur Corona-Müllsammel-Challenge auf – solange wir noch keine strikten Ausgangssperren haben. Müllsammeln kann man/frau auch alleine (keine Infektionsgefahr durch andere Menschen!), und Bewegung an der frischen Luft ist bekanntlich gesundheitsfördernd und stärkt das Immunsystem. So können wir das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbinden und auch die Natur, unsere Umwelt, von all dem Müll befreien, der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat. Vielleicht ist jetzt, während das gesellschaftliche Leben weitestgehend lahmgelegt ist, der richtige Zeitpunkt. Und wenn viele einzelne Haaner*innen – wenn auch aus lauter Langeweile – mitmachen, könnten wir es tatsächlich schaffen, dass Haan mal wieder richtig „sauber“ wird.

Hygienische Maßnahmen zur Gesunderhaltung sind für uns Menschen in diesen Tagen überlebenswichtig. Dabei sollten wir Natur und Umwelt nicht außer Acht lassen. Wie sehr das Draußen-Sein fehlt, erfahren gerade die Menschen in unseren Nachbarländern Frankreich, Italien etc. Und mögliche strikte Ausgangssperren drohen auch uns. Vielleicht bringt uns Corona dazu, nicht nur mit uns, auch mit der Natur vor unserer Haustür etwas sorgsamer umzugehen. Auch sie kann hygienische Maßnahmen zur Gesunderhaltung gut brauchen.

Damit wir das Draußen, unsere Natur, nach Corona wieder richtig genießen können.

Bleibt gesund!

Immer diese benutzten Taschentücher …

Eine Sache verstehe ich nicht ganz. Seit das Corona-Virus auch in Deutschland angekommen ist, schmieren sich viele Zeitgenossen mit Desinfektionsmittel ein, im Kampf gegen Viren und Bakterien, und kaufen palettenweise Toilettenpapier. Man sollte meinen, dass wir es mit der Hygiene ausgesprochen ernst meinen.

Trotzdem fliegen überall am Straßenrand und im Gebüch benutzte, verrotzte und verkeimte Taschentücher rum. Das ist nicht nur ein ausgesprochen ekliger Anblick. Das ist ausgesprochen unhygienisch.

Liebe Zeitgenossen da draußen: Könnt ihr nicht einfach mal ein bischen mehr Hygiene walten lassen auch VOR eurer Haustüre? Einfach mal eure benutzten Taschentücher nicht in die Botanik schmeißen, sondern im nächsten Mülleimer entsorgen? Ginge das?

Verbessert ungemein den Infektionsschutz – in Zeiten von Corona.


Enjoy

In des Strauches grüner Krone
Steckst du fest und bist ganz ohne;
Ausgetrunken, inhaltsleer.
Deinem Besitzer fiel’s wohl schwer,
dich im Abfall zu entsorgen.
So steckst du wohl noch übermorgen
Unerreichbar im Geäst.
Ob sich das wohl ändern läßt?

Ein Heißgetränk bist du gewesen.
„Enjoy“ ist noch auf dir zu lesen.
Enjoy, das heißt „Hab Spaß, genieße!“
Und ob sich das auch ändern ließe,
dass der Genuß – der Welt zuliebe –
nicht am Geäst dann hängen bliebe?

Bin viele Wege hier gelaufen,
seh Kaffeebecher, Hundehaufen,
Glasscherben am Blumenkübel,
so langsam wird mir wirklich übel.
Manchmal habe ich es satt,
in unsrer schönen Gartenstadt.

Taschentücher, Tetrapack,
Feuerzeuge, Hundekack,
landet hier am Straßenrand,
wo ich auch den Becher fand,
auf dem „Enjoy“ geschrieben stand.

Der Genuß von kurzer Dauer
Macht mich als Haaner Bürger sauer!
Wie wär’s, wenn wir das wörtlich leben,
und uns „Enjoy“ als Botschaft geben?
Wie wär’s, wenn wir Kaffee genießen,
und trotzdem bunte Blumen sprießen?

Wenn wir die Tüten und die Tassen
Nicht einfach so hier fallen lassen?
Wenn jeder vor der Haustür kehrt,
was wäre daran so verkehrt?
Wie wäre es, wenn wir ab morgen
korrekt den Wohlstandsmüll entsorgen?

Wenn wir auf allen unsren Wegen
Ein wenig mehr die Umwelt pflegen?
Von Dauer wäre der Genuß,
weil niemand sich mehr ärgern muss.
Dann können wir zum guten Schluß
Unsre Stadt, das Land, die Welt
Genießen, weil sie uns gefällt.

Dreckweg beim Umwelttag in Erkrath

10. Juni Umwelttag in Erkrath. Habe die Gelegenheit genutzt und den Dreckweg-Spaziergang mit einem Infostand über Littering präsentiert. Viele gute Gespräche, jeder kennt das Problem, jeder erklärt sich genervt vom Abfall in unseren Städten. Ich hoffe, ich konnte Anregungen geben, selbst aktiv zu werden.

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Infostand mit Fakten zu Littering
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Dreckweg-Infostand
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Gespräche mit Umwelttag-Besuchern